7 Jahre Ruderzeitung im Stralsunder Ruderclub

Neues Archiv online,

ab heute ist das Archiv unser Ruderzeitung online. Die Ruderzeitung erscheint mehrmals im Jahr und enthält viele Informationen über Aktivitäten rund um den Verein. An dieser Stelle ein großes Dankeschön an Hartmut Wohlert für das Zusammenstellen der Beiträge. Ihr könnt bis in das Jahr 2010 zurück gehen und euch die Artikel noch mal anschauen.

Natürlich lebt die Zeitung von ihren Mitgliedern, darum an dieser Stelle die Bitte: wer Beiträge hat, gerne auch Fahrtenberichte, egal was ihr rund um den Verein erlebt und erfahrt, sendet bitte einen kleinen Dreizeiler an Hartmut (Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!) und den Admin (Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!) der Homepage. Wir brauchen die Mitarbeit unserer Mitglieder für die Aktualität unserer Zeitung und unserer Homepage.

Admin

 

16 Erfolge für Stralsunder Ruderer in Lübeck

 

Nach dem langen Wintertraining, einem Trainingslager in den Osterferien sowie einigen kleineren Tests auf dem Wasser sollte die Lübecker Regatta einen ersten Aufschluss darüber geben, mit welchen Stralsunder Booten man in diesem Jahr rechnen kann. Gegen Konkurrenz aus dem gesamten norddeutschen Raum mussten Strecken von 500 bis 3000 Meter bewältigt werden.

Zum Auftakt der Regatta stand wie immer die Langstrecke der 10 bis 14-jährigen Mädchen und Jungen auf dem Programm. Die drei Stralsunder Boote konnten hier durchweg überzeugen. Der Doppelzweier mit Hannes Engel und Ole Hohensee in der AK 11/12 sowie der Einer von Nick Häusler gewannen jeweils die Goldmedaille. Der Mix-Doppelvierer der AK 13/14 in der Besetzung Lukas Weiße/ Rebekka Falkenberg/ Celina Lenkeit/ Jonas Rüprich und Steuerfrau Charleen Henninger belegten mit guter Zeit den zweiten Platz.

Für den Kinderbereich bis 14 Jahre standen weiterhin am Sonnabend Rennen über 500 Meter und am Sonntag Rennen über 1000 Meter auf dem Programm. Wie schon bei der Langstrecke waren es die drei jüngsten Stralsunder Starter die für Aufsehen sorgten. Mit jeweils vier weiteren Siegen im Einer und Doppelzweier wurden Nick Häusler und Hannes Engel die erfolgreichsten Stralsunder Starter bei dieser Regatta. Und auch Ole Hohensee mit noch 10 Jahren jüngster Stralsunder in Lübeck erruderte zwei weitere Siege mit seinem Partner Hannes Engel. Gute Leistungen über die eigentliche Wettkampfstrecke von 1.000 Meter zeigten im Kinderbereich auch Jonas Rüprich im Einer der AK 14; Ole Hohensee im Einer der AK 11 sowie der Mix Doppelvierer der AK13/14 mit Ole Klepin/ Celina Lenkeit/ Jolina Schäning/ Jonas Rüprich und Steuerfrau Charleen Henninger, die jeweils den zweiten Platz belegten.

 

 

Die Junioren des Vereins ruderten an beiden Tagen ihre Rennen über eine Distanz von 1.000 Meter. Im Mittelpunkt des Interesses standen am ersten Tag die Kleinboote. Vor allem die Boote aus Schleswig-Holstein und Hamburg fahren hier seit Jahren in der Deutschen Spitze mit und stellen so echte Prüfsteine dar. Umso erfreulicher, das Christoph Koos und Erik Albrecht ihre Abteilungen im Leichtgewichts-Einer der Junioren B gewinnen konnten. Außerdem fuhr Christoph in 3:53,4 Minuten die zweitschnellste Zeit der über 20 Teilnehmer in dieser Bootsklasse. Ein gutes Rennen im Einer machte auch Oliver Remus, der in 4:00,5 Minuten immerhin die sechstschnellste Zeit erzielte. Und so war es nicht verwunderlich das dann Christoph und Oliver am ersten Tag mit einer starken Leistung im Doppelzweier noch einen sehr guten zweiten Platz belegen konnten. Am Sonntag, dem zweiten Tag der Regatta konnten die Junioren B im Doppelzweier zwei weitere Siege einfahren. Christoph Koos/ Erik Albrecht sowie Benno Petersen/ Oliver Remus konnten sich mit guten Leistungen in ihren Abteilungen durchsetzen. Der Doppelvierer in der Besetzung Felix Kopplin/ Oliver Remus/ Christoph Koos/ Erik Albrecht und Steuermann Marten Löffelmacher hat dagegen mit Platz 3 und 12 Sekunden Rückstand zur Spitze noch etwas Nachholbedarf.

Bei den Juniorinnen A (17/18 Jahre) im Leichtgewicht versucht Stine Loßmann in diesem Jahr in einer Trainings- und Wettkampfgemeinschaft mit Sportlerinnen aus Schleswig-Holstein Erfolge einzufahren. In Lübeck ist das jedenfalls schon mal ganz gut gelungen. In vier Rennen gelang es ihnen im Doppelzweier und Doppelvierer die Ziellinie als erste zu überqueren. Was diese vier Siege wirklich wert sind, muss die weitere Saison aber erst noch zeigen.

            U. B.


Schlagmann des Deutschland-Achters Ehrengast bei der Sportlerehrung

 

Am Freitag den 03.03.17 ehrten die Ruderer ihre Medaillengewinner, Leistungsträger und Jubilare des Jahres 2016 im feierlichen Rahmen im Bootshaus. Der 2. Vorsitzende, Jürgen Neumann, sowie die Verantwortliche für Ehrungen, Silke Rades, führten die etwa 100 Sportler und Gäste durch das erfolgreiche Ruderjahr 2016.
Zur Eröffnung  präsentierte der 1 Vorsitzende und Vorsitzender des LRV, Christian Loßmann, einen eindrucksvollen Film mit den wichtigsten und emotionalsten Momenten des vergangenen Jahres. Anschließend bedankte er sich bei den Sponsoren und begrüßte die Ehrengäste: als Vertreter des OB  Herrn J. Tuttlies, der Leiter der Abteilung Schule, Sport und Zentrales Gebäudemanagement, Hrn. Ch.Koos, Geschäftsführer der SWS, Hrn Th.Janke, Schulleiter des Hansa-Gymnasiums ,Hrn H.Sennewald, ehemaliger Vorsitzender des LRV MV, sowie den Schlagmann des Deutschland-Achters, Hannes Ocik.
Der erfolgreiche Ruderer(25) hat mit dem Deutschland-Achter bereits 2013,2015 und 2016  Gold bei den Europameisterschaften, 2013 und 2015 Silber bei den Weltmeisterschaften sowie Silber bei den Olympischen Spielen in Rio im letzten Jahr gewonnen.

 


Er übernahm gerne die Ehrungen der jungen Ruderer und Ruderinnen, die 2016 bei
verschiedenen Regatten 64 Siege, 81zweite und 45 dritte Plätze erruderten.
Die meisten Siege (9) konnte Nick Häusler  erringen vor Stine Loßmann mit 8 und Hannes Engel mit 7 Siegen
Der größte Erfolg im Jahr 2016 war jedoch die Bronzemedaille von Benjamin Leibelt im Vierer bei der Junioren WM in Rotterdam. Außerdem gewann er im Vierer Gold und im Achter Silber bei der DJM in Hamburg. Bei diesem Wettkampf erruderte  Klas-Ole Laß Silber im Einer und im Doppelvierer und wurde dafür ebenfalls geehrt. Eine Auszeichnung erhielt auch Stine Loßmann für ihren 4. Platz bei den DJM im Leichtgewichtseiner und ihren 2. Platz bei den Norddeutschen Meisterschaften.

 


Geehrt wurde außerdem der Doppelvierer der Mädchen, der in der Besetzung
Jennifer Schäning, Noreen Junges, Lena Kolwey ,Stine Loßmann und Steuerfrau Hannah Täubert Bronze beim Bundesfinale Jugend trainiert für Olympia in Berlin gewinnen konnte.
Herr Th. Janke, Schulleiter des Hansa-Gymnasiums, hob die jahrzehntelange gelungene Kooperation zwischen Schule und Ruderclub hervor, die immer wieder zu großen Erfolgen der Hansa-Schüler beim Bundeswettbewerb führt, und bedankte sich bei Vorstand und Trainer.

 


Für ihren Sieg bei den Ergometerlandesmeisterschaften wurden geehrt:Tia Häusler, Hannes Engel, Benjamin Leibelt, Christian Loßmann und Lissy Roche, bei den norddeutschen ErgoMeisterschaften gewannen Hannes Engel, Nick Häusler, Jolina Schäning und Lena Kolwey. Alle jungen Sportler bekamen Autogramme von Hannes Ocik , konnten ihn zu seiner Ruderkarriere befragen und die Silbermedaille von Rio bewundern.

Den Förderpreis des Ingenieur-Teams Nord, mit dem jedes Jahr junge Sportler für außerordentliche Leistungen geehrt werden, überreichte Herr Krawutschke in diesem Jahr
an Klas Ole Laß. Der von Apothekerin Birka Zander gestiftete Warmbad-Pokal für den Kilometermeister 2016 ging an Kerstin und Maik Dammann, die beide jeweils 3442 km ruderten.
Die Wanderehrennadel für besondere Verdienste für den Verein erhielt der Ruderkamerad Peter Krause.
Wanderruderwart Hartmut Wohlert konnte den 20 Sportlern, die den Fahrtenwettbewerb des DRV erfüllt hatten, ihre Fahrtenbücher überreichen. Ruderkameradin Heidemarie Schmidt gelang das bereits zum 20. Mal und Hartmut Wohlert erfüllte zum 40.Mal(!).
Bei der im Sommer auf dem Sund ausgefahrenen Vereinsmeisterschaft  siegten Johanna Charlotte Böttcher  und Stefan Heinrich.

Am Sonntag, 2.4.2017, starten die Ruderer gemeinsam mit den Kanuten in die neue Saison, die hoffentlich genauso erfolgreich wird wie das Ruderjahr 2016.


Saisoneröffnung bei Kanuten und Ruderern

Am Sonntagmorgen bot sich den Spaziergängern, die der Regen nicht abgeschreckt hatte, an der Sundpromenade ein imposantes Bild. In vier Vierern und zwei Dreiern ruderten 28 Ruderer zwischen 6 und 70 Jahren in Kiellinie in Richtung Hafen. Dort trafen sie sich mit etwa 40 Sportfreunden vom Stralsunder Kanu-Club. Nach den Ansprachen der Vorsitzenden beider Vereine starteten die Wassersportler mit einer Umfahrt durch ihre herrlichen Gewässer gemeinsam in die Saison 2017. Anschließend ließen Ruderer und Kanuten den Tag am Grill gemütlich ausklingen.
Ab sofort beginnt für Kinder, Jugendliche und auch für die Masters das regelmäßige Training auf dem Wasser für die kommenden Regatten. Ruderer und Kanuten erhoffen sich für 2017 ähnlich viele Erfolge wie in der letzten Saison.
Wer sich für den Rudersport interessiert, kann sich gerne mittwochs um 18 Uhr auf dem Gelände in der Friedrich Naumann-Straße 5 einfinden, Anfänger können dort auch Termine für die Ausbildung im Ruderboot erfragen. Interessenten für Kanu können montags um 17 Uhr Ansprechpartner finden.
 

 

 

Meine erste Hiddensee-Winterwanderung

 

Ich hatte schon viel gehört über die legendäre Hiddensee-Wanderung der Stralsunder Ruderer im Januar, teilnehmen wollte ich in diesem Jahr erstmalig, ich war neugierig geworden.
Etwa 33 Mal fand sie schon statt. Zwischen 6 und 75 Personen haben daran teilgenommen, fast immer konnte sie durchgeführt werden, meistens wurde im Kindergarten in Vitte geschlafen, jedes mögliche Winterwetter hatte es geben -und immer war von Hartmut alles bestens organisiert worden. Die Ruderfreunde hatten Tonnen von Bernstein gefunden, waren über Robben gestolpert, hatten mehrere Seeadlerpärchen beobachtet und den Füchsen die Gänse entrissen. Es kursieren großartige Bilder vom nächtlichen Leuchtturm aus dem letzten Jahr und die große Angst, haben wieder alle Gaststätten zu? Wird man hungern müssen?

Am Samstagmorgen war um 8.30 Uhr Treffpunkt an der Fähre in Schaprode, 26 Ruderfreunde aus Magdeburg, Naumburg, Frankfurt/ Oder, Berlin und Stralsund machten sich auf den Weg.
In Vitte warteten bereits 8 Ruderkameraden aus Königs Wusterhausen. Gemeinsam wanderten wir am Ufer entlang bis zum Klausner. Drei der eifrigen Bernsteinsucher wurden tatsächlich fündig. Andere freuten sich über Wurzeln, Hühnergötter, Donnerkeile, Ruhe und schöne Gespräche. Die Wanderung ging bei herrlich sonnigem Wetter weiter in verschiedenen Gruppen über den vereisten Norden der Insel und ab 14 Uhr gab es Mittag im „Enddorn“, wo wir auf die Dunkelheit warteten, denn traditionsgemäß bewegt sich die ganze Gruppe dann zum Leuchtturm, um herrliche Bilder zu machen- und um sich für den Heimweg zu stärken. (Leider konnte ich an diesem Spektakel  nicht teilnehmen, da ich zu der Bockwurst auf der Fähre nicht -wie von erfahrenen Hiddensee-Fahrern empfohlen- zwei Glühwein getrunken hatte). Das Abendessen war von Hartmut für einige im „Godewind“ bestellt worden, der Rest verspeiste Mitgebrachtes in der Unterkunft.

 


Sonntags wird (auch traditionsgemäß) in die andere Richtung gelaufen, auch ein herrlicher Marsch am Wasser und zurück durch die Heide.
Pünktlich um 12.30 traf sich die Gruppe am Fähranleger, um die Heimreise anzutreten.

Ich kam zu folgender Erkenntnis:
-Hiddensee ist im Winter wunderbar menschenleer
-Bewegung an der frischen Luft tut gut
-Bockwurst auf der Fähre esse ich nie wieder
-es gibt keine Zwänge, jeder kann schlafen, laufen und Spaß haben, wieviel er möchte
-es gibt einen Rettungswagen auf der autofreien Insel
-Ruderer sind angenehme Weggefährten
-alle Menschen brauchen Traditionen, auch Ruderer

 

Vielleicht gehört die Winterwanderung auf Hiddensee auch bald zu meinen Traditionen
( Barbara Ahlhaus)