Tag der offenen Tür

Dreimal Gold für Stralsunder Ruderer bei Deutschen Meisterschaften

 

Kurz aufeinander folgten für die Nachwuchsruderer des Stralsunder Ruder-Clubs gleich drei Deutsche Meisterschaften. Insgesamt waren 20 Stralsunder Nachwuchstalente daran beteiligt und bestimmten das Niveau im Titelrennen in ihren Bootsklassen wesentlich mit.

Für den Bundeswettbewerb der 12 bis 14-jährigen Ruderer in Brandenburg hatten sich neun Aktive vom Stralsunder Ruder-Club in drei Booten für die Landesauswahl qualifiziert. Mit der Rekordteilnehmerzahl von 1070 gemeldeten Nachwuchsathleten aus ganz Deutschland wurden die Bundessieger über die Langstrecke von 3.000 Meter sowie über die Normalstrecke von 1.000 Meter  gesucht. Dabei wurden die 1.000 Meter Rennen der Bundesregatta nach den Ergebnissen der Langstrecke gesetzt. In der Altersklasse 12/13 der Jungen konnten Hannes Engel und Nick Häusler im Doppelzweier auf der Langstrecke einen Abteilungssieg und damit bei der abendlichen Siegerehrung eine Goldmedaille feiern. Insgesamt erreichten sie unter 23 Booten die neunte Zeit und qualifizierten sich somit für das B-Finale über 1.000 Meter. Hier erkämpften sie sich mit einem guten Endspurt den zweiten Platz in ihrem Lauf und damit Platz 8 in der Gesamtwertung. Im Leichtgewichts-Doppelzweier der Jungen AK 13/14 lief es für Ole Klepin und Lukas Weiße nicht optimal. Nach Platz 19 bei der Langstrecke siegten sie zwar im D-Finale über 1.000 Meter souverän, landeten damit aber im Gesamtklassement auch nur auf Rang 17. Wenig eingefahren ging der Mix-Doppelvierer der AK13/14 an den Start. So gesehen war Platz 13 unter 23 Booten bei der Langstrecke ein ordentliches Resultat. Mit einem klaren Sieg im C-Finale über 1.000 Meter konnten sie die Platzierung noch einmal bestätigen. Positiv war aber vor allem eine weitere Leistungssteigerung, da sie in diesem Rennen die achtschnellste Zeit aller 23 Boote erzielten.

Die Deutschen Jugendmeisterschaften sowie die U-23 Meisterschaften wurden zeitgleich in München ausgetragen. Daran waren insgesamt 11 Sportler vom Stralsunder Ruder-Club in den drei ausgeschriebenen Altersklassen beteiligt. Während es bei den B-Junioren (AK 15/16) über 1.500 Meter ausschließlich um die Medaillen ging, standen bei den A-Junioren (AK 17/18) und den U-23 Senioren (AK 19-22) über die Distanz von 2.000 Meter auch die Qualifikation zur jeweiligen Weltmeisterschaft im Focus.

Bei diesen Meisterschaften erzielten die Stralsunder ein bisher einmaliges Ergebnis indem alle acht  Boote mit Stralsunder Beteiligung das A-Finale erreichten. So waren es bei den B-Juniorinnen Noreen Junges und Lena Kolwey die mit ihren Rostocker Partnerinnen im Vierer ohne Steuerman mit einer überzeugenden Leistung die Goldmedaille erruderten. Zusammen mit Steuerfrau Hannah Täubert fuhren sie anschließend im Doppelvierer dann noch auf einen guten fünften Platz. In der gleichen Altersklasse bei den Junioren brauchten Benno Petersen, Oliver Remus, Christoph Koos, Erik Albrecht und Steuermann Marten Löffelmacher im Leichtgewichts-Doppelvierer nach Anlaufschwierigkeiten im Vorlauf auch das Glück des Tüchtigen um im Halbfinale noch in das große Finale einzuziehen. Mit dem unsichtbaren Vorsprung von einer Hundertstelsekunde zogen sie ins Finale und erreichten am Ende den sechsten Platz.

 

 

Weniger spektakulär, aber umso überzeugender siegte Klas-Ole Lass mit seinen Teamkameraden im Doppelvierer der A-Junioren. Damit gewannen sie nicht nur den Titel und die Goldmedaille, sondern sicherten sich auch endgültig das Ticket für die Junioren-Weltmeisterschaft in Trakai/Litauen. Ebenfalls in der AK 17/18 war Stine Loßmann am Start. Sie startete im Leichtgewicht sowohl im Doppelzweier wie im Doppelvierer jeweils in einer nordischen Renngemeinschaft. Und in beiden Bootsklassen konnte sie einen guten sechsten Platz erreichen.

 

 

Bei den U-23 Senioren vertrat Benjamin Leibelt die Stralsunder Farben. Er startete in München im Vierer mit Steuermann sowie im Achter. Der Focus lag eindeutig auf dem Vierer, ging es hier doch um die direkte Weltmeisterschaftsqualifikation. Nachdem es im Vorfeld noch nicht so optimal gelaufen war, zeigte der Vierer im Finale eine tadellose Leistung und siegte souverän. Damit hatte Benjamin die Goldmedaille und die Nominierung zur U-23 Weltmeisterschaft in Plovdiv/Bulgarien in der Tasche. Im abschließenden Achterrennen belegte er mit seiner Mannschaft Platz 3 und durfte sich über eine weitere Bronzemedaille freuen.

Im Namen des ganzen Vereins gratulieren wir zu den großartigen Erfolgen und wünschen den beiden Nominierten viel Erfolg bei der anstehenden Vorbereitung und der Teilnahme an den jeweiligen Weltmeisterschaften.

 

U. B.


Müggelseeachterregatta 2017

Während die Jugend und die Junioren erfolgreich in München um die Medaillen bei den Deutschen Rudermeisterschaften kämpften, nahmen wir Masters  am vergangenen Samstag an der 20. Müggelseeachterregatta in Berlin teil. Der gastgebende Ruderclub Aegir empfing anlässlich des 20. Jubiläums dieses Wettbewerbes 43 Mannschaften aus 27 Vereinen. Zunächst war es unklar, ob die Schleife über den Müggelsee wetterbedingt möglich war,aber dann waren bei bestem Ruderwetter  6 Kilometer zurückzulegen, wobei die Steuerleute Mühe hatten, die etwa 20 m langen Boote zwischen Hausbooten, Stand-Up-Paddlern, Kajaks und anderen Freizeitkapitänen ohne Schaden hindurch zusteuern.

 

 

So musste Steuerfrau Annette Thom der Berufsschifffahrt Vorfahrt gewähren, so dass die Stralsunder Männer mit 2 Sekunden Rückstand auf den Dritten einen Medaillenplatz knapp verfehlten( geruderte Zeit 20,47 min). Der Stralsunder Frauen-Doppelachter mit Steuerfrau Sabine Moche erreichte mit 23,29 min ebenfalls einen undankbaren 4.Platz. Beide Mannschaften waren jedoch mit der gefahrenen Zeit sehr zufrieden-trotz zunehmendem Alter der Mannschaften werden die Zeiten besser, das kontinuierliche Training und die verbesserte Technik zahlen sich doch aus.

 

 

Die anschließende Stegparty genossen beide Mannschaften in vollen Zügen. Bedanken möchten wir uns bei unseren Ruderfreunden aus Köpenick, die uns ihren wunderbaren Achter „Achterwasser „ausgeliehen haben und die Männermannschaft mit Detti und Holli vervollständigten; danke auch euch, Annette und Bine, für eure gute Steuerleistung und natürlich und Kerstin und Maik für die Organisation!      Aloahe!

Drei Siege mit Stralsunder Beteiligung bei internationaler Ruderregatta in Hamburg

Am Pfingstwochenende startete die nationale Ruderelite der Junioren in Hamburg. Mit über 2.500 Teilnehmern aus Deutschland, Frankreich, Dänemark und Schweden gehört die Hamburger Regatta zu den größten ihrer Art in Europa. Mit am Start waren auch 10 Sportler vom Stralsunder Ruder-Club. Wie für die meisten Starter galt es auszutesten in welchen Booten man die Teilnahme an den Deutschen Jugendmeisterschaften angehen will.

Bei den Junioren B (15/16 Jahre) starteten für den Stralsunder Ruder-Club Benno Petersen, Oliver Remus, Christoph Koos, Erik Albrecht und Steuermann Marten Löffelmacher im Leichtgewichts – Doppelvierer. Nachdem sie am ersten Tag Platz 2 in ihrer Abteilung belegen konnten, starteten sie am zweiten Tag der Regatta im B-Finale und erkämpften sich bei schwierigen Wasserverhältnissen den 3. Platz in ihrem Lauf. Mit Platz 8 unter 19 angetretenen Booten hatten sie ihr Minimalziel erreicht und die Fahrkarte zu den Deutschen Jugendmeisterschaften in München in der Tasche.

 

 

Deutlich höher gesteckt sind da in diesem Jahr die Ziele bei den gleichaltrigen Mädchen im Land. Anders wie die Jungen trainieren Lena Kolwey und Noreen Junges seit letzten Sommer im Leistungszentrum in Rostock und gehören der Landesauswahl der Juniorinnen B an. Beide waren in Hamburg gleich in zwei erfolgreichen Booten am Start. Insbesondere im Vierer ohne Steuermann siegten sie mit ihren Partnerinnen aus Greifswald und Rostock an beiden Tagen souverän, sind damit in diesem Jahr weiter ungeschlagen und damit auch Favorit auf die Goldmedaille in München. Im Doppelvierer mit Steuerfrau Hannah Täubert vom Stralsunder RC siegten sie in ihrer Abteilung am ersten Tag zwar klar und deutlich, hatten am schwierigen zweiten Tag dann aber ihre Probleme und kamen so nicht über Platz 4 hinaus. Dennoch sollten sie auch in dieser Bootsklasse ein Wort um die Medaillen mitsprechen können.

 

 

Bei den Leichtgewichts-Juniorinnen A (17/18 Jahre) versucht es Stine Loßmann in diesem Jahr in einer Trainings- und Renngemeinschaft mit Schleswig-Holstein zum Erfolg zu kommen. Mit ihrer Partnerin Ullinka Kellinghusen aus Kappeln erreichte sie am ersten Tag im Doppelzweier einen vierten Platz in der Abteilung und Platz 1 im B-Finale am Sonntag. Mit zwei vierten Plätzen im Doppelvierer ist auch sie auf dem Weg zu den Deutschen Meisterschaften und hofft auf eine weitere Leistungssteigerung bis dahin.

 

 

Ebenfalls bei den A-Junioren startet Klas-Ole Lass. Er trainiert in Potsdam im Leistungszentrum und fährt bereits in seinem ersten A-Jahr in der deutschen Spitze mit. Bei den Ranglistenrennen im Einer schaffte er es auf den 7. Platz unter 36 Startern und qualifizierte sich damit für die deutschen  Auswahlboote im Skullbereich. Sollte bis zu und während der Deutschen Meisterschaften nichts Unglückliches passieren, besteht jetzt die gute Möglichkeit einen Startplatz bei den Junioren-Weltmeisterschaften zu errudern. Dafür schon jetzt viel Erfolg. In Hamburg vervollständigte er sein gutes Abschneiden mit den Plätzen 3 im Doppelvierer sowie Platz 6 im Doppelzweier jeweils im A-Finale. Nachdem sich in Hamburg alle 10 Stralsunder Ruderer für die Deutschen Jugendmeisterschaften in München qualifiziert haben, wünschen wir ihnen weiter eine gute Vorbereitung und dort dann ein erfolgreiches Abschneiden.

                                                                                                                                         U. B.

Rund Hiddensee

Na, Mädels, was haltet ihr von einer neuen Herausforderung!?

Samstag..Rund Hiddensee?“

Diese Nachricht von Kerstin erreichte mich am Freitag um 11.28 Uhr. Nach Rund Rügen waren wegen des Wetters in meiner Ruderurlaubswoche nur Runden auf dem Deviner See und ein Abendessen in Grahlerfähre möglich, so dass ich gut erholt war.  Aber 75 km an einem einzigen Tag ? Egal,kurze Zeit später war die Mannschaft komplett. Silke R., Bine, ich und natürlich Kerstin. Das Wetter sollte herrlich werden, und so verabredeten wir uns für den nächsten Morgen um 7 Uhr am Steg.


Ein ganz leichter Südwind, der zum Segeln leider nicht taugte, brachte uns vorbei am Parower Haken durch die Prohner Wiek zur Sandbank vor der Südspitze Hiddensees, wo wir uns nach 16  km ein Frühstück genehmigten.